Fidels World

„Ein einzelnes Tier zu retten, verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier!“ (Horst Stern)

Das ist Fidel.

Fidel ist eine vier Jahre alte Thüringer Waldziege und Mitbegründer dieses Blogs. Fidel wohnt gemeinsam mit seinen beiden Freunden Ernesto und Mäh im schönen Thüringer Wald und genießt, im Vergleich zu vielen Artgenossen, ein Luxusleben – von Frisör über Pediküre bis hin zum kompletten 24h Roomservice. Nachdem er feststellen musste, dass leider nicht alle Lebewesen ein ihrer Natur entsprechendes Dasein führen dürfen, hat er sich zur Aufgabe gemacht, dagegen vorzugehen. Denn auch kleine Schritte verändern die Welt.

Doch Fidels Leben hätte auch anders laufen können. Auf der Suche nach intelligenten Tieren für mein Vorhaben der Tiergestützten Maßnahmen, sinnierten wir über geeignete Lebewesen. Sie sollten klug und verspielt sein und durch die Arbeit mit Menschen nicht übermäßig belastet werden. Da ich schon immer einen Hang zu Ziegen hatte, war die Wahl schnell getroffen und durch glückliche Umstände konnten wir zunächst Mäh mit Sohn Ernesto bei uns einziehen lassen. Wie es oftmals im Leben ist, kommen immer genau dann Dinge zu einem, die sich wie ein Puzzle zusammenfügen. Leider gilt dies auch im Negativen, denn wer einmal in einem Loch ist, weiß wie schwer es ist, wieder dort heraus zu kommen. Mäh und Ernesto jedenfalls waren von einem Bauer aus der Umgebung und würden, sofern wir keine „Verwendung“ dafür hätten, sowieso geschlachtet. Denn mit einem männlichen Tier kann man bei uns nichts anfangen. Männliche Tiere sind lästiges Beiprodukt, siehe Eintagskücken oder Bullen. Alles ist auf einen Zweck ausgelegt. Möglichst weibliche Tiere zu erschaffen, damit diese genügend Milch und Eier geben können und ihre Körper in den Dienste der Menschheit stellen.

Zwei Ziegen hätten sich alleine gefühlt, daher musste mindestens noch ein Spielkamerad her (ja, auch das ist noch zu wenig, war aber platzbedingt nicht anders möglich). Durch eine Anzeige im Internet stießen wir auf eine Thüringer Waldziege, die uns nicht mehr losließ. Nach einem Gespräch mit dem Verkäufer wurde auch hier klar, dass entweder wir ihn nähmen oder aber der Schlachter ihn hole. Trotz vierstündiger Autofahrt brachten wir es nicht übers Herz Fidel – wie wir ihn später tauften – nicht zu holen. Also machten wir uns auf den Weg und konnten zumindest einem Tier das Leben schenken. Ganz nach dem wundervollen Zitat von Horst Stern „Ein einzelnes Tier zu retten, verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier!“.

Und es sollen noch viele folgen. Aber seht selbst und begleitet uns auf unserem Wege, denn für unser Vorhaben können wir jede Unterstützung gebrauchen.

Hier gibts schon einmal ein paar Impressionen.