Werde zum Gärtner!

Der harte Winter hat endlich ein Ende.

Ja, auch bei uns im Thüringer Wald. Obwohl ich zugeben muss, dass an mach unzugänglicher Stelle im Wald noch etwas Schnee hartnäckig gegen die Sonne kämpft.

Trotz unserer „Auslandspläne“, die langsam Form annehmen, wollten wir dieses Jahr nicht verstreichen lassen, ohne einen weiteren Schritt Richtung Nachhaltigkeit zu tun.

Sein eigenes Obst und Gemüse anbauen gehört einfach dazu. Selbst wenn es erstmal nur heißt, vier/fünf Artikel weniger im Supermarkt kaufen zu müssen.

Wir haben zwar Platz im Garten, doch keine wirklich Stelle, wo wir ein Beet hätten anlegen können.

Sicher geht das vielen von euch auch so. Ob Mietwohnung in einer Stadt oder kein eigenes Grundstück, nicht jeder hat die Möglichkeit eines großen Beetes.

Daher sprangen wir auf einen immer beliebter werdenden Trend auf und bauten ein Paletten-Hochbett.

Doch nicht nur, weil es aktuell angesagt ist – nein, auch weil Paletten eine gute Möglichkeit darstellen, schnell, einfach, preiswert und nachhaltig etwas zu bauen. Ihr müsst kein neues Holz kaufen, sondern verwendet einfach ausrangierte Paletten. Wir haben sie einem ortsansässigen Spediteur für 7€ pro Stück abgekauft.

Schrauben finden sich ebenfalls in fast jedem Haushalt. Selbst ein Gitter für den Boden, was als Wühlmausschutz dient, fanden wir noch im Zubehör unserer Ziegenausstattung. So mussten wir lediglich die Plastikverkleidung dazu kaufen.

Ja, ihr lest richtig. Doch in Sachen Plastikverkleidung habe ich beim Münzen verwerfen gegen ein ökologisches Flies verloren. Manchmal muss man eben Kompromisse in einer Partnerschaft eingehen 😛

Nichtsdestotrotz kommt ihr schon während des Bauens in die richtige Gärtnerstimmung. Ihr stellt euch vor, welche Pflanzen ihr pflanzt, wie sie wachsen und wie sie wohl schmecken werden.

Das Hochbeet zusammenzubauen war in meinem Fall Männersache (obwohl ich das natürlich auch gekonnt hätte 🙂 ). Ich war dann fürs Befüllen zuständig. Hierfür gibt es tolle Anleitungen, die ich euch nachfolgend verlinkt habe.

Zunächst kommen Äste und grobes, altes Holzmaterial auf den Boden. Darauf folgt Rindenmulch oder gehäckselte Äste, danach Blätter, Kompost und Erde.

Bis auf den Rindenmulch hatten wir ebenfalls alles daheim. Die Ziegen haben die letzten Jahre gute, inzwischen zu Erde gewordene, Endprodukte produziert. Doch auch wenn ihr auf Baumarktprodukte angewiesen seid, ist es nicht schlimm. Zu meiner Freude stellte ich fest, dass es mittlerweile wirklich Bioprodukte gibt, die nachhaltig und torffrei sind.

Letztlich ging es zum Blumenhändler meines Vertrauens und ich besorgte mir die restlichen Pflanzen, die ich nicht schon online erworben hatte. Leider gibt es kein samenfestes Saatgut in unserer Umgebung zu kaufen.

Alles in allem kann ich sagen, dass es zunächst sicher nicht so sein wird, dass ihr die Baukosten durch den Ertrag wieder reinholt. Vielleicht über mehrere Jahre gesehen und wenn ihr die Bepflanzung perfektioniert. Dennoch ist  es eine tolle Sache, mit eigenen Händen etwas aufzubauen und zu sehen, was man erschaffen kann. Wenn ein Hochbeet für euch noch immer zu groß ist, könnt ihr auch einzelne Paletten als Kräuterständer benutzen.

Wenn ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid, habe ich unten ein paar hilfreiche Links auflistet. Außerdem füge ich euch mal die Bilder mit an, wie unser Beet Schritt für Schritt entstanden ist. Natürlich immer unter Beobachtung der Tiere.

Viel Spaß beim Beginnen!

 

 

Magic Garden Seeds: Samenfestes und biologisches Saatgut

Natur im Flow: Innere Aufbau eines Hochbeets und Bepflanzung

Hochbeet aus Paletten: Bauanleitung eines Palettenbeetes

Biogreen: verschiedene Bepflanzungsmöglichkeiten des Hochbeetes

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