Bücher mit Sinn verschenken

Kurz vor Weihnachten, und vielleicht noch als Last Minute Geschenkidee, möchte ich euch heute ein paar Bücher vorstellen.

Bücher, die ich als sehr sinnvoll und lesenswert empfinde.

Bücher, die weit weg sind von „Wie werde ich schlank in 10 Tagen“.

Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Ratgeber und besitze sicher auch den ein oder anderen. Aber leider sind manche Bücher auch nur dazu da, um dem Verzweifelten das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Und noch etwas anderes veranlasst mich, diesen Artikel jetzt zu veröffentlichen. Geplant war er für später einmal. Doch heute kam meine Oma nach Hause mit der neuen Medikation ihres Bluthochdrucks. Nun sei mal die Sinnhaftigkeit solcher Medikamente dahingestellt oder anders formuliert, deren massenhafte und inflationäre Verschreibung. Die Diskussion darüber benötigt vermutlich einen separaten Beitrag, denn dieser würde viele Seiten füllen.

Nachdem die Medikamente des letzten Jahres keine wirkliche Besserung des hohen Blutdrucks zur Folge hatten, wurden diese nun komplett abgesetzt. Dafür gab es jetzt drei neue „Blutdrucksenker“, dazu noch Blutverdünner, dazu noch etwas für den Magnesiumhaushalt und natürlich einen Protonenpumpenhemmer zum Magenschutz. Neben drei weiteren Präparaten, die sie „gegen“ andere Krankheiten einnimmt, eine stattliche Menge an Chemie. Stutzig macht das niemanden, denn einer weiß nichts von den anderen Medikamenten und, so hat man das Gefühl, nachgefragt wird auch nicht. Man ist eine Nummer unter vielen und mit etwas Glück gerät man an einen Arzt, der sich wirklich bemüht und nicht abgestumpft ist. Ich will nicht alle in einen Topf werfen, dagegen wehre ich mich an anderen Stellen schließlich auch vehement. Musste aber durch ein gesundheitlich wirklich schlechtes Jahr am eigenen Leib erfahren, wie das System läuft, wenn man einmal darin steckt.

Daher hier nun meine erste Buchempfehlung:

Der betrogene Patient von Gerd Reuther

Ein sehr spannendes Buch von einem Mediziner, der in diesem System gearbeitet hat. Man erhält neue Sichtweisen, erfährt Dinge, von denen man noch nie hörte. Ist wirklich jede OP notwendig? Warum werden so viele Medikamente verschrieben, ohne nachzudenken? Wer steckt hinter alledem und geht es am Ende doch nur ums Geld? Nach diesem Buch wird sich eure Einstellung zu manch einer Behandlung oder einem Medikament sicher geändert haben.

 

Nächste Geschichte…

Bei einem Bekannten wurde Ende 2016 Krebs diagnostiziert. Er kam in Behandlung, konventionell, ist inzwischen wohl auf einem ganz guten Weg. In solchen Momenten denkt man viel über das eigene Leben nach, es gewinnt an Bedeutung und man möchte noch nicht gehen. Wenn alles gut geht und man wieder Hoffnung für die Zukunft schöpft, beginnen viele zu planen, was sie noch mit der geschenkte Zeit anfangen können.

Und was soll ich sagen? 

Mein Bekannter entschied sich für einen Jagdschein.

Er entschied sich dafür, Lebewesen das zu nehmen, was er nicht verlieren wollte und an dem er so sehr hing: Dem Leben.

So sehr ich versuche, es nachzuvollziehen. In dieser Beziehung fehlt mir leider jegliches Verständnis.

Ich habe eine Charaktereigenschaft, die im Grunde gut ist, in der aktuellen Gesellschaft allerdings ehr schadet. Ich bin „harmoniesüchtig“ und möchte es gerne jedem recht machen – egal, wieviel ich dafür zurückstecken muss.

Doch nun habe ich beschlossen, dass nicht mehr zu tun. Dazu gehört auch, mich der Kritik zu stellen, die solche Aussagen nach sich ziehen. Aber ich möchte damit anfangen und sage deshalb einfach:

So eine Einstellung finde ich einfach scheiße!

Gute Bücher, die mir zu diesem Thema eingefallen sind:

Der Biophilia Effekt von Clemens G. Arvay

Der Autor belegt durch zahlreiche Studien das heilende Band zwischen Mensch und Natur, explizit dem Wald. Pflanzen kommunizieren von uns unbemerkt mit unserem Immunsystem und können uns so gesund erhalten. Ähnliches gilt für Tiere. Durch Übungen wird aufgezeigt, wie ihr diesen Effekt wirklich für euch und eure Gesundheit nutzen könnt.

Der Heilungscode der Natur von Clemens G.Arvay

In meinen Augen ist das Buch eine Fortsetzung zu dem Biophilia Effekt, wobei die Bücher auch getrennt gelesen werden können. Das Wissen vom ersten Buch zu haben ist schön, aber nicht notwendig. Denn auch wer mit dem Heilungscode der Natur einsteigt wird hoch interessante Dinge zu lesen bekommen. Zum Beispiel, welchen Zusammenhand Natur und Krebs haben und welche Anti-Krebs-Wirkstoffe man darin findet.

Das geheime Leben der Bäume von Peter Wohlleben

Der Autor beschreibt faszinierend, wie Bäume miteinander kommunizieren, sich gegenseitig pflegen und sogar Gefühle haben. Auch wieder belegt durch die Wissenschaft, gewinnt ihr beim Lesen eine ganz neue Sichtweise und werdet beim nächsten Waldspaziergang sicher mit anderen Augen zwischen den beeindruckenden Wesen entlanglaufen.

In einer Zeit, in der der Mensch größtenteils verlernt hat, mit der Natur umzugehen oder gar in Verbindung zu treten, tragen sowohl der Autor Clemens G. Arvay als auch Peter Wohlleben dazu bei, sich wieder mit der Thematik zu beschäftigen. Vielleicht gelingt es durch solch spannende Werke ja, diese bedenkliche Entwicklung aufzuhalten oder sogar umzukehren.

Und zu Guter letzt, um nicht immer nur zu jammern, wie schlimm alles ist, noch das Buch

Sei dankbar und werde reich von Pam Grout

Aufgebaut als eine Art 30 Tage Experiment. Ganz nach dem Motto: „Wenn ich die Gesellschaft oder die Umstände nicht ändern kann, muss ich meine Einstellung dazu ändern“.

Spannend geschrieben,  gibt das Buch 30 Tage lang kleine „Spiele“ vor, die ihr ausführen sollt. Hauptsächlich geht es um die positive Beeinflussung der eigenen Gedanken.  So geht es einmal darum, einen normalen Tag so anzugehen, als wärt ihr im Urlaub. Ein anderes Mal besteht die Aufgabe darin, einen Baum zu umarmen. An einem anderen Tag gilt es, darauf zu achten, sich bei jeder Sache zu bedanken – ob Sonnenaufgang, den Kaffee vom Kollegen, das warme Bett am Abend, etc.

Auf den ersten Blick empfindet ihr es vielleicht kinderleicht oder als „Kindergarten“. So dumm ist die Idee allerdings nicht. Denn die Hirnforschung zeigt, wie die eigenen Gedanken meinen Körper beeinflussen können. Denke ich schlecht, fühle ich mich schlecht. Das kann soweit gehen, dass sich sogar körperliche Folgen einstellen. Also schlechte Gedanken können mich über einen langen Zeitraum auch körperlich krank machen.

Einfach mal ausprobieren.

Ich hoffe, ihr nehmt ein paar Anregungen aus meinen Zeilen mit.

In diesem Sinne wünsche ich euch eine geruhsame Weihnachtszeit. Hoffentlich könnt ihr ein paar Tage abschalten, euch den wirklich wichtigen Dingen im Leben widmen und gesund in das neue Jahr starten.

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