Wo du nachhaltige Geschenke findest

Die Bäume beginnen, ihre Blätter zu verfärben, es duftet nach Laub und feuchtem Moos. Nach einem Spaziergang bei herbstlichen Wetter freue ich mich stets auf eine Tasse Tee vor dem Kamin. Ein untrügliches Zeichen, dass Weihnachten immer näher rückt: Lebkuchen und Weihnachtsgebäck füllen die Regale der Supermärkte. Über diesen Punkt lässt sich streiten, wenn es allerdings um Weihnachtsgeschenke geht, bin ich jemand der frühen Sorte, weshalb dieser Artikel nun auch jetzt schon erscheint.

Wer meine letzten Artikel verfolgt hat weiß, dass ich von übermäßigem Konsum nicht viel halte. Warum jetzt also ein Artikel über Weihnachtsgeschenke?

Ganz einfach. Zum einen erfüllt schenken mit Freude und zum anderen geht es um nachhaltiges Schenken. Für alle, die gerne geben und dies auch sinnvoll sein sollte, habe ich ein paar Anregungen und Ideen für die nahende Zeit aufgelistet. Generell kann man diese aber auch für Geburtstage oder andere Gelegenheiten zum Schenken nutzen.

Dazu möchte ich noch anmerken, dass es keines Festes oder Geschenke bedürfen sollte, um geliebten Menschen Wertschätzung entgegenzubringen. Wir sollten jeden Tag versuchen, dies durch unser Handeln zum Ausdruck zu bringen. Der regelmäßige Besuch der Großmutter, Hilfe bei Gartenarbeiten der Eltern und Verwandten oder ein spontaner Besuch mit selbstgebackenen Plätzchen bei Freunden sind Dinge, die man jederzeit umsetzen kann – ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten. Ich kann mich an meine Jugendzeiten erinnern, in der ich meiner Urgroßmutter bei allen erdenklichen Dingen half, auch ohne das sie mich darum bat. Danach konnte ich immer mit einem kleinen Taschengeld rechnen. Meine Oma tat das gerne und natürlich freute ich mich (wer tut das nicht in jungen, geldlosen Jahren?). Doch meist plagte mich danach das schlechte Gewissen. Ob sie dachte, ich tat es nur des Geldes wegen?

Das dachte sie natürlich nicht. Aber vielen fällt es schwer, ein Geschenk anzunehmen ohne etwas zurückzugeben. Genauso wie es vielen schwerfällt, etwas zu geben, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Wer sich dessen bewusst ist, kann daran arbeiten und wird feststellen, dass diese Denkweise wesentlich stressfreier ist.

Hier nun also meine Ideen:

Gärtnern im Kleinen

Urban Gardening ist in aller Munde. Doch nicht nur für Städter, die wenig Platz für Kräuter-und Gemüseanbau haben, sind die nachfolgenden Ideen der Hit. Auch für alle, die sich für nachhaltige Produkte interessieren und gerne beobachten, was man mit etwas Geduld, Wasser und Liebe schaffen kann.

 

Chido’s Mushrooms: Ein Unternehmen, was Pilze auf Basis von Kaffeeabfällen züchtet. Der Großteil der Kaffeebohne landet im Müll. Bei Chido’s Mushrooms wird Kaffeesatz aus Cafès, Krankenhäusern oder anderen Einrichtungen gesammelt, weiterverwertet und somit ein neues Produkt kreiert. Ich habe es selbst schon ausprobiert und freue mich immer wieder, meine eigenen Pilze ernten zu können.

 

Mobile Garden: Ein junges Unternehmen, was sich zur Aufgabe gemacht hat, mobile Gärten zu erschaffen. Für viele Menschen sind Pflanzen etwas, was zur Einrichtung gehört. Aber Pflanzen können viel mehr: Sie sind Kraftpool, Ruhespender und haben sogar eine gesundheitsförderliche Wirkung auf unseren Körper. Mit diesen kleinen Gärten aus recyclebaren Materialien hat man immer ein außergewöhnliches Geschenk zur Hand.

 

Kreative Kurse

Erst kürzlich las ich einen Artikel, der den erhöhten Konsum von Buntstiften beschrieb. An und für sich nichts Ungewöhnliches. Der Zusammenhang allerdings gab mir wieder einmal zu denken. Dieser erhöhte Konsum entsteht aus einer erhöhten Stressbelastung und dem Versuch, dieser durch kreative Tätigkeiten wie Malen und Basteln entgegenzuwirken. Ich finde es zwar sehr bedenklich, dass sich immer mehr Menschen ausgelaugt und gestresst fühlen, aber die Kompensationsmethode ist hilfreich. Denn in der Tat entspannen kreative Tätigkeiten und fördern den Abbau von Stress. Erst recht, wenn man es zu zweit oder in einer Gruppe tut. Daher hier ein paar Vorschläge für solche Kurse:

 

Kochkurse: Klingt zunächst langweilig, ist aber absolut „in“. Viele Einrichtungen lassen sich dabei auch richtig etwas einfallen. Beispielsweise bei Teigwaren Riesa oder themenbezogene vegane Kurse.

 

Handwerkskurse: Ob Töpfern, Holzarbeiten oder exotische Dinge, wie Glasfusing – ihr glaubt gar nicht, wie lustig so ein gemeinsames Erlebnis sein kann. Und selbst, wenn man sich nur über das lustige Aussehen der eigenen Kreation freut. Am besten sucht ihr euch dazu einen Anbieter in eurer Nähe oder verbindet eine weitere Anreise einfach mit ein paar entspannten Tagen in der Natur.

 

Tierbegegnungen: Da ich selbst ein Freund davon bin und ebenfalls mit meinen drei Ziegen in diese Richtung arbeite, kann ich es jedem nur ans Herz legen. Eine Begegnung mit Tieren ist mehr, als nur ein Tagesausflug. Wer sich wirklich darauf einlässt, kann einen großen Mehrwert daraus ziehen. Tiere urteilen nicht, nehmen uns an, wie wir sind. Gerade in gestressten Zeiten, können wir so wieder ein Stück weit zu uns selbst finden. Hierbei meine ich allerdings nicht den Zirkus- oder Zoobesuch. Denn dieser ist in der Regel nur für eine Seite von Vorteil und schön. Tiere leiden in solchen Einrichtungen oft mehr, als es ihnen nutzt.

Letzten Sommer durfte ich bei einer Alpakawanderung mit der Alpakaflüsterin im Spreewald erfahren, wie schön es ist, einen guten Umgang mit Tieren zu pflegen.

Ebenfalls zu empfehlen, Wanderungen mit Eseln oder Ziegen.  Auch hier gilt es, sich einfach in eurer Umgebung mal umzuhören.

Was sonst noch?

Wer nicht so viel Zeit, Aufwand oder Geld investieren möchte oder kann, dem habe ich hier noch ein paar Ideen für nachhaltige Geschenke aufgelistet:

 

  • Holzspielzeug oder Bausätze   (Schon mal Wikingerschach gespielt? Sehr empfehlenswert 🙂
  • Nachhaltige und faire Kleidung – schon mal ein T-Shirt aus Holz getragen?
  • Patenschaften für Tiere (Hier bereits in einem anderen Artikel erwähnt)

Das sind meine Vorschläge für nachhaltiges Schenken. Ich hoffe, sie gefallen euch und ihr konntet ein paar Alternativen finden. Ich freue mich über weitere Tipps und Anregungen in den Kommentaren.

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