Mangold und die Saatgutproblematik

Okay, ich gebe zu, der Titel ist nicht wirklich passend gewählt oder zumindest der Inhalt nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Aufgrund momentan etwas knapp bemessener Zeit, komme ich nicht wirklich zum Schreiben. Aber zum Kochen versuche ich, mir die Zeit zu nehmen. Da ich von meiner Schwiegermutter total leckeren und frischen Mangold aus dem Garten bekommen habe, wollte ich heute nochmals einen Artikel zu einem Rezept verfassen. Während des Kochens kam mir allerdings der Gedanke, ein anderes oder besser gesagt dazugehöriges Thema aufzugreifen. Denn was nützt all das tolle Gemüse aus dem eigenen Garten, frei von Chemikalien, wenn ich mir schon mit dem Saatgut den „Teufel“ ins Haus hole? Das mag jetzt etwas drastisch klingen, aber bei näherer Betrachtung ist es gar nicht so abwegig. Bereits vor einigen Jahren sah ich dazu im TV eine Reportage, deren Namen ich leider nicht mehr zusammen kriege. Inhaltlich ging es um die Verstrickungen großer Konzerne in den Handel mit Saatgut, auch für Kleingärtner. Da das Thema, auch in Bezug auf TTIP und wie sie alle heißen, nicht an Aktualität verloren hat, nun ein paar Sätze und Empfehlungen meinerseits.

Ein generelles Problem ist die Transparenz. Denn wer weiß schon, welche Unter-, Unter-, Unterfirmen zu den großen Herstellern, wie z.B. Monsanto, gehören? Und will man wirklich eine Firma unterstützen, die auf Gentechnik und Reduzierung der Artenvielfalt setzt? Und die uns am Ende weismachen will, der Mensch könne seine Ernährung mit Gift sichern? Oder wie sollte man sonst das Ausbringen von Tonnen an Pestiziden erklären?

Ja, bei diesen Aussagen handelt es sich um meine ganz persönliche Meinung. Die aber immer mehr Menschen teilen und die im Übrigen auch mit Nachforschungen zu tun hat. Wer im Baumarkt oder Supermarkt Saatgut bezieht, kann sich formschöner, großer Früchte fast immer sicher sein. Dahinter stecken aber meist Hybridsamen, die allein wegen dieser Eigenschaften geschaffen worden sind. Alte und schützenswerte Sorten sucht man vergeblich.

Was kann man also tun, um dieser sehr bedenklichen Entwicklung entgegenzuwirken?

Man sucht sich Hersteller, die samenfeste und vielfältige Sorten anbieten!

Bei meinen Recherchen stieß ich auf eine, wie ich finde, ganz tolle Seite, die ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte:

 

Blog Anstattdessen – Bezugsadressen von samenfesten Saatgut

 

Hier findet ihr Bezugsadressen sowie weiterführenden Informationen bezüglich Monsanto und Co. Sicher könnte ich diesen Artikel auch noch weiter ausbauen. Zu sagen gäbe es zu dem Thema definitiv genug. Aber ich denke auch, dass schon viele gute Infos dazu existieren, weshalb ich hier noch zwei Links zum Weiterlesen herausgesucht habe:

 

Landwirtschaft – interessante Artikel dazu im Nabu Mitgliedermagazin (3/17)

 

Kann öko die Welt ernähren? – Greenpeace Artikel aus 2014

 

Und nun…

… kommt zum Schluss doch noch das, was für den Artikel eigentlich angedacht war – mein Mangoldrezept.

 

Ihr braucht:

1 kleine Zwiebel

3-6 Knoblauchzehen

500 g Mangold (am besten frisch aus dem Garten)

Sonnenblumenkerne

Reis (am besten Wildreis)

Salz, Pfeffer

 

Zunächst die Zwiebel und den Knoblauch so klein schneiden, wie ihr es mögt und in einer großen Pfanne etwas andünsten. Danach den kleingeschnittenen Mangold hinzugeben. Vom Volumen ist es zunächst recht viel, aber die Blätter gehen sehr zusammen beim Erhitzen. Dann die Sonnenblumenkerne (oder andere) hinzugeben und den Reis schon einmal kochen. In der Zwischenzeit sollte der Mangold an Volumen verloren haben, sodass ihr den fertigen Reis dazugeben könnt. Alles gut durchrühren und mit Pfeffer und Salz würzen.

Schmeckt lecker und ist eine vegane Alternative zu der üblichen Variante mit Ei und Speck.

Lasst es euch schmecken!

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