Seedballs – kleine Lebensspender

Ende letzten Jahres war ich für meine langjährigen Freunde auf der Suche nach einem nachhaltigen Weihnachtsgeschenk. Eigentlich hatten wir vereinbart, uns nichts zu schenken, was an sich ja auch sinnvoll ist. Aber irgendwie war mir danach, besonderen Menschen eine kleine Freude zu machen. So stieß ich auf Seedbombs oder Seedballs.

Was sind Seedballs?

Zu deutsch Samen-/Saatbomben oder – bälle, entstanden im Japan der 70er Jahre, wo sich eine Guerilla Gärtner Szene entwickelte. Diese hatte sich zur Aufgabe gemacht, brachliegende Flächen, Betonwüsten und andere „graue“ Flecken zu begrünen und somit ein Stück Leben zurückzugeben.

In aktuellen Zeiten, mit Blick auf Klimawandel und Insekten-, bzw. Bienensterben ist diese Bewegung meiner Meinung nach allerdings sinnvoller denn je. Es gibt verschiedene Rezepte zur Herstellung der Seedballs.

Mein Favoriten-Rezept ist Folgendes:

1 Teil Samen (am besten einheimische, bunte Mischungen für Bienen und andere Insekten)

3 Teile Kompost-Erde

3 Teile Tonpulver

Wasser

 

Zusätzlich benötigt ihr natürlich Schüsseln und Löffel. Ich habe inzwischen einige Varianten ausprobiert, finde allerdings, dass mit mehren Teilen Tonpulver alles zu trocken und hart wird.

Ihr vermengt Samen, Erde und Tonpulver miteinander und fügt dann sehr vorsichtig Wasser hinzu. Die Masse muss zusammenhalten und sich zu kleinen Kugeln formen lassen, darf allerdings nicht zu feucht werden, da die Samen sonst zu früh keimen.

Danach einfach zwei Tage trocknen lassen. Dazu benutze ich eine leere Eierverpackung. Sobald die Seedballs trocken sind, lassen sie sich wunderbar verschenken. Am besten noch in selbstgemachten Behältnissen (z.B gehäkelten Netzen). Alternativ könnt ihr auch eure eigene Initiative starten und die Bälle überall verteilen, wo es notwendig ist.  Ich mache immer ein paar Seedballs mehr und nehme sie dann (ja, wirklich!) überall mit hin, verteile sie z.B. auf Autobahnraststätten oder beim Fahrradfahren an den Rändern von Raps- und Maisfeldern.

Im Übrigen ist die Herstellung der Seedballs bestens für den Schulgartenunterricht geeignet. Generell ist es eine gute Methode, um in das Thema einzusteigen und ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Aber auch für alle anderen Kindereinrichtungen oder Altenheime ist es eine sinnvolle und abwechslungsreiche Beschäftigung.

Und hier noch ein paar meiner Favoriten zum Thema Seedballs:

Wurmwelten

Smarticular

Grüne Liebe

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