Warum ich spende?

Meine Einstellung zu gewissen Themen in puncto Veränderung begann bereits vor vielen Jahren. Der Wille, etwas bewegen zu wollen, zieht sich durch mein Leben, wie das Gefühl, niemals genug Zeit für wirklich wichtige Dinge zu haben. Da ich bereits während meines Studiums immer das Verlangen hatte, mehr tun zu wollen, aber nie so recht Zeit aufbringen konnte, entschied ich mich irgendwann fürs Spenden. Gerne hätte ich selbst mit angepackt, im Tierheim ausgeholfen oder an Demos zu geeigneten Themen teilgenommen. Allerdings hat es sich nie ergeben. So beschloss ich, bevor noch mehr wertvolle Zeit verstreicht, mir Gedanken über sinnvolles Spenden zu machen und vor allem sinnvolle Organisationen. Meiner Meinung nach bringt es nichts, viele Themenfelder mit kleinsten Beträgen abzudecken, nur um ein gutes Gefühl zu bekommen.

Wofür schlägt euer Herz?

Die Frage war bei mir schnell beantwortet: Tier- und Naturschutz

Also war klar, dass ich mir eine Organisation aussuchen würde, die diese Interessen vertritt. Ob Kindern, Hungerleidenden oder Kriegsopfern, jeder sollte sich selbst fragen, was ihm wichtig ist. Viele Menschen sind echt arm dran und können sich nicht selbst helfen. Aber noch weniger Möglichkeiten sich selbst zu helfen, haben die Lebewesen, die wir täglich für unsere Zwecke ausbeuten. Seien es Zoo-und Zirkustiere, Schweine und Hühner in Massenhaltung oder Gallenbären, die für einen fatalen Irrglauben benutzt werden.

Nach kurzer Recherche ob der Seriosität der Organisation entschied ich mich für den Naturschutzbund Deutschland, den Nabu. Ein kleiner Zweifel, ob die Gelder auch da ankommen, wo sie benötigt werden, bleibt immer. Allerdings gefiel mir die Transparenz vom Nabu, die Projekte und natürlich auch, dass er ursprünglich von einer Frau gegründet wurde. Nein, Spaß beiseite – ich hatte und habe beim Nabu einfach ein gutes Gefühl, weshalb ich jährlich einen Betrag spende.

Am Ende kommt es auch gar nicht so sehr auf die Höhe an. Sicher wäre bei einem Betrag von 10€ der Verwaltungsaufwand höher als der Nutzen, aber ich finde, es zählt auch der Gedanke dahinter.

Hier jetzt meine drei Tipps zum Spenden:

Sich bewusst dafür entscheiden

Nur wenn ihr dahintersteht, werdet ihr beim Spenden ein gutes Gefühl erlangen und euch nicht ärgern, dass ihr gerade Geld verloren habt.

Organisation wählen

Worauf kommt es euch an? Transparenz? Regionalität? Große Organisationen zu unterstützen ist sinnvoll. Aber genau so gut ist es, regionale Dinge, wie Tierheime oder Schutz-und Fördervereine zu unterstützen. Vorteil hier kann sogar sein, dass ihr direkt sehen könnt, was mit eurem Geld passiert.

Trotz wenig Geld Gutes tun

Ich möchte niemanden zum Spenden bewegen, der am Ende des Monats nicht mehr weiß, wie er sein Brot zahlen soll – das wäre kontraproduktiv. Aber manchmal solltet ihr euch einfach fragen: Muss es das neue T-Shirt sein? Ist die Schachtel Zigaretten notwendig? Wer das ein oder andere mit „Nein“ beantwortet, kann sich eine Spendendose bereitstellen und am Ende des Jahres für einen guten Zweck „opfern“. Die funktioniert übrigens auch in der Familie. Schon mal probiert, anstatt abertausende Weihnachtsgeschenke zu kaufen, sich gemeinsam dagegen zu entscheiden und zusammen zu überlegen, wie und wem man das Geld spenden kann?

Funktioniert auch bei Geburtstagsgeschenken gut. Anstatt einer neuen Lego-Box, warum nicht eine Patenschaft für einen Gorilla? Natürlich muss man vorher über so etwas reden, aber ich bin mir sicher, dass Kinder ein großes Verständnis für solche Dinge haben. Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten.

Und um euch ein paar Anregungen zu geben, habe ich hier gleich noch meine Favoriten aufgelistet:

Patenschaften

Tierschutzbund

Tierpatenschaft

Nabu

WWF

Vier Pfoten

Crowdfunding

BetterPlace

Gemeinschaftscrowd

Startnext

Und nun viel Spaß beim Gutes tun!

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