Pizza aus dem Mini-Holzofen

Gemeinsame Zeit ist heute, neben Gesundheit, das wichtigste Gut. Oft haben wir das Gefühl, keine Zeit mehr für uns, geschweige denn für Familie und Freunde zu haben. Ob es der Job ist, der uns auffrisst oder ungeliebte private Verpflichtungen. Daher bin ich immer auf der Suche nach Möglichkeiten, die wenige gemeinsame Zeit freudig zu verbringen. Da auch meine Familie bereits darum weiß, bekamen wir vor kurzem einen kleinen Holzofen geschenkt. Zunächst war ich etwas skeptisch, da es eventuell die Palette an nicht genutzten Geräten erweitern würde und ich im Allgemeinen ohnehin kein Freund von Dingen bin, die nur herumstehen.

Falsch gedacht!!!

Nachdem das Hartholz klein gehackt und der Ofen (ohne chemische Hilfsmittel!) angezündet war, konnte ich mich vor Begeisterung kaum halten.

Die zuvor zubereitete Pizza (weiter unten findet ihr das Rezept) ging luftig im Ofen hoch und wurde – um uns mal selbst zu loben – wirklich perfekt. Besser hätte es wohl nur noch ein italienischer Pizzabäcker gemeistert, aber für unser erstes Mal war es einfach nur sehr lecker und eine spaßige Beschäftigung. Da mich der Ofen so begeistert hat, wollte ich euch dieses kleine Spielzeug einmal beschreiben.

Ein Pizzaofen von Sol-y-yo aus Terrakotta

ist im ersten Moment kein günstiger Spaß. Aber sicher lohnenswert für diejenigen, die gerne und oft Pizza selbst machen, mal was Neues ausprobieren und ihre Freude mit anderen teilen. Ebenso gut denkbar ist der Einsatz in verschiedenen Einrichtungen, wie Jugendclubs, Vereinen, Förderstätten und sogar Altenheimen. Oder auch bei Festlichkeiten, wie Geburtstagen, Dorffesten oder Familienfeiern. Ich denke, es ist eine gute Möglichkeit, die Gemeinschaft und persönliche Kompetenzen zu stärken. Persönliche Kompetenzen deshalb, weil alles leicht selbst zubereitet werden und man dadurch das Selbstwertgefühl, gerade von Kindern oder älteren Menschen, steigern kann.

Der Ofen hat einen Durchmesser von 52 cm wobei die Einschuböffnung knappe 30 cm breit ist. Dies ist beim Zukauf vom Pizzastein, den man noch unterlegen sollte oder etwaigen Hilfsmitteln zum Raus- und Reinschieben zu beachten. Er ist zwar weit gereist, dennoch gefällt mir besonders, dass er aus natürlichen Rohstoffen und in traditioneller Handarbeit produziert wird.

Nachdem das Holz eine heiße Glut erzeugt hat, schiebt man es in den hinteren Bereich und kann dann die Pizza davor platzieren. Je nach Hitze dreht man sie nun in kurzen Abständen ein- oder zweimal um ihre Achse. Nach ca. 4 – 7 Minuten könnt ihr dann eine knusprige Pizza euer Eigen nennen.

Es bereitet viel Freude zuzuschauen, wie der Teig im Ofen hochgeht, der Käse zerläuft oder der Spinat blubbert.  Der Phantasie sind beim Belegen keine Grenzen gesetzt. Sogar Aufläufe oder Brot gelingen damit problemlos. Und nun viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Rezept Hefe-Pizzateig für 4 Personen

  • 650 g Mehl
  • 30 ml (alkoholfreies) Bier (keine Sorge, schmeckt man nicht raus)
  • 2 TL Salz
  • 270 ml lauwarme Milch
  • ¾ Würfel Hefe

 

Das Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Kuhle drücken. Dort hinein gebt ihr dann nach und nach die anderen Zutaten. Diese vermengt ihr erst langsam mit einem Löffel und knetet sie dann beherzt einige Minuten mit der Hand, bis ein Teigball entsteht. Dieser ist richtig, wenn er nicht mehr an den Fingern klebt.

Den Teig dann zugedeckt an einem warmen Ort (evtl Backofen kurz auf 50 Grad erwärmen) stehen und gehen lassen. Nach einer Stunde hat er ungefähr die doppelte Größe erreicht und kann nun weiterverarbeitet werden.

Für den Belag möchte ich gar nichts weiter vorgeben, denn jeder hat andere Pizzavorlieben. Ich für meinen Teil bevorzuge immer vegetarische Varianten mit Schmand, Spinat, Knoblauch, Spargel und Zwiebeln – also ehr Richtung Flammkuchen. Egal ob Fleisch, vegetarisch oder vegan, die Zutaten sollten auf jeden Fall hochwertig sein.

Ein Tipp

Egal wie ihr eure Pizza belegt, erst kommt die Soße, dann schon der Käse und dann erst der Belag.  Der Käse gehört immer unter den Belag. Einerseits sieht es schöner aus, andererseits wird so auch der Belag knusprig, gut durch und die Konsistenz ist nicht labbrig.

Guten Appetit!!!

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