Umgang mit Konsum

Auch ein Grund für mich, den Blog zu beginnen, waren die unzähligen „Gegenstücke“ zu dem, was ich mir unter sinnvoller Unterhaltung oder sinnvollem Konsum vorstelle. Da geben 12-jährige in Tutorials Schminktipps oder zeigen Tricks, wie man den Busen prall und groß wirken lässt. Dann gibt es wöchentliche Shopping-Empfehlungen für Klamotten, Haushaltsgeräte oder irgendwelche Dinge, die man sich sonst noch kaufen sollte. Von dem Smartphone Konsum der Teenager mal ganz abgesehen. Es gibt keine Gespräche mehr, kein Spielen im Wald oder einfach nur draußen. Es deprimiert, die Straßen entlang zu laufen und keine Kinder auf Spielplätzen zu sehen. Ich spare mir an dieser Stelle den Satz

„Früher war alles besser“

– denn auch das kann man so nicht sagen. Um nicht als Pessimistin abgestempelt zu werden, möchte ich betonen, dass ich die Entwicklung nicht aufhalten und wieder in der Höhle leben möchte (obwohl das mitunter ganz spannend wäre). Aber ein anderes Denken täte uns allen ganz gut.  Auch ist mir klar, dass sich die meisten jungen Mädels gerne schick machen, was sicher in dieser Entwicklungsphase auch dazugehört. Was für mich allerdings nicht dazugehört, ist dieser übermäßige Konsum und das fehlende Verständnis für gute Produkte. Doch auch das ist gar nicht gewollt. Wo kämen wir denn hin, wenn plötzlich jeder über seinen Konsum nachdenkt und wohlmöglich noch Produkte kauft, die niemandem schaden? Und mit niemandem schaden meine ich beispielsweise Kosmetik, die nicht an Tieren getestet, Kleidung, die fair produziert wird, Fleisch (sofern überhaupt nötig), welches biologisch und regional ist. Jetzt kommen wir wieder zu den Kritikern an dieser Einstellung. Gerne kommen sie mit den Argumenten, dass man, sofern man sich für ordentliche und eben oftmals teurere Produkte entscheidet, sich diese gar nicht leisten kann.

Das „Warum“ wird sich wie ein roter Faden durch diesen Blog ziehen. Also drehen wir den Spieß um: Warum muss man so viel Fleisch essen? Warum nicht hochwertig und mit weniger Leid produziert, als jeden Tag mehrere Fleischmahlzeiten? Warum muss ich mir jede Woche ein neues T-Shirt kaufen, obwohl mein Kleiderschrank überquillt? Warum brauche ich jedes Jahr ein neues Smartphone, für welches Menschen in anderen Ländern ausgebeutet werden?

Wenn sich jeder nur ab und zu einmal die Frage nach dem Warum stellen würde, kämen sicher viele zu dem Entschluss, dass es vielleicht tatsächlich anders geht. Aber um den Gedanken von oben aufzugreifen: es ist einfach nicht gewollt. Allen voran von denjenigen, die damit sehr, sehr viel Geld verdienen. Und der Mensch neigt dazu, die Verantwortung abzugeben und faul zu sein. Es ist doch viel einfacher, etwas vorgesetzt zu bekommen, anstatt selbst zu denken.

Der Arzt verschreibt eine Pille. Wer hinterfragt das? Natürlich nimmt man die dann auch, schließlich wurde das so verordnet und außerdem macht es Arbeit, sich mit dem eigenen Verhalten und Alternativen auseinanderzusetzen. Die Liste der Beispiele ist unendlich.

Daher möchte ich hier von meinem Weg berichten. Der ist weit entfernt von perfekt (muss es ja auch nicht sein), aber mit kleinen Schritten und kleinen Veränderungen können wir auf Dauer großes bewirken. In der Kategorie „Kreatives & Nützliches“ möchte ich daher Ideen, Dinge und Produkte vorstellen, die mir sinnvoll erscheinen oder geholfen haben, mein Konsumverhalten zu verbessern.

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